Raumbild OÖ

Boden schützen & Zukunft ermöglichen

Oberösterreich setzt auf eine nachhaltige und vorausschauende Raumordnung. Diese ist in Oberösterreich von zwei Prämissen geprägt: Boden schützen & Zukunft ermöglichen.

Das heißt einerseits die bestmögliche Sicherung unserer natürlichen Lebensgrundlagen und zugleich das Ermöglichen einer positiven Weiterentwicklung unseres Landes.

Im Hinblick darauf wurde von der Abteilung Raumordnung des Landes OÖ auch erstmals das „Raumbild Oberösterreich“ erstellt. Dieses „Lexikon des Raumes“ bündelt alle Zahlen, Daten und Fakten zur Flächenwidmung in Oberösterreich.

Ergänzt werden diese Zahlen, Daten und Fakten für Oberösterreich durch Bundesländer-Vergleiche zur Flächeninanspruchnahme und Versiegelung, die zum ersten Mal nach einheitlicher Methodik und daher auf vergleichbarer Basis vom Umweltbundesamt im Auftrag der Österreichischen Raumordnungskonferenz erhoben worden sind.

Nachstehend finden Sie einen Überblick über die Maßnahmen für eine nachhaltige und verantwortungsbewusste Raumordnungspolitik in Oberösterreich, die – wie nun vorliegenden Daten belegen – einen sparsamen Umgang mit unseren Bodenressourcen sicherstellen.

Weiters angeführt sind die wichtigsten Ergebnisse des „Raumbild OÖ“ sowie der Bundesländer-Erhebungen der Österreichischen Raumordnungskonferenz, ebenso zum Download weitere Dokumente und Links zur Raumordnungspolitik in OÖ und Österreich.

  • Wir begrenzen die Bauland-Neuwidmung durch Baulandsicherungsverträge, damit bereits gewidmetes Bauland tatsächlich genutzt wird
  • Wir begrenzen den Flächenverbrauch: Keine neuen Supermärkte an der Peripherie, statt dessen Neubelebung der Ortskerne (OÖ. Aktionsprogramm zur Orts- und Stadtkernbelebung)
  • Wir begrenzen den Flächenverbrauch: Ab 800 Quadratmeter Verkaufsfläche müssen Gebäude in Geschäftsgebieten 3-stöckig errichtet werden
  • Wir begrenzen Versiegelung durch Parkplätze in Geschäftsgebieten: Nur noch die Mindeststellplätze erlaubt, alles was darüber errichtet werden soll, muss in Tiefgaragen gebaut werden

Zahlen, Daten & Fakten zur Flächennutzung in OÖ

Anteil VERSIEGELTE FLÄCHE am Dauersiedlungsraum – Oberösterreich ist das 3.-sparsamste Bundesland

Anteil VERSIEGELTE FLÄCHE pro Einwohner – Oberösterreich ist das 6.-sparsamste Bundesland

Anteil FLÄCHENINANSPRUCHNAHME am Dauersiedlungsraum – Oberösterreich ist das 3.-sparsamste Bundesland

Anteil FLÄCHENINANSPRUCHNAHME pro Einwohner – Oberösterreich ist das 5.-sparsamste Bundesland

Anteil VERSIEGELTE FLÄCHE am Dauersiedlungsraum – Oberösterreich ist das 3.-sparsamste Bundesland

Anteil VERSIEGELTE FLÄCHE pro Einwohner – Oberösterreich ist das 6.-sparsamste Bundesland

Anteil FLÄCHENINANSPRUCHNAHME am Dauersiedlungsraum – Oberösterreich ist das 3.-sparsamste Bundesland

Anteil FLÄCHENINANSPRUCHNAHME pro Einwohner – Oberösterreich ist das 5.-sparsamste Bundesland

Als ”in Anspruch genommen“ gelten Flächen, die durch menschliche Eingriffe für Siedlungs-, Verkehrs-, Freizeit-, Erholungs- sowie Ver- und Entsorgungszwecke verändert und/oder bebaut sind.
Der „Dauersiedlungsraum“ umfasst den potenziell für Landwirtschaft, Siedlungen, Betriebsflächen und Verkehr verfügbaren Raum.
”Versiegelung“ betrifft Flächen, die durchgehend mit einer wasser- und luftundurchlässigen Schicht (Beton, Asphalt, etc.) abgedeckt sind.

WICHTIGE ECKDATEN ZUR NUTZUNG DES RAUMES IN OBERÖSTERREICH

65.000 ha Grünzonen

Durch regionale Grünzonen geschützte Flächen in Oberösterreich: 65.000 ha.

18 % Baulandreserven

Anteil der Baulandreserven am gewidmeten Bauland: 18 %. Wobei die Baulandreserven in den vergangenen Jahren stark rückläufig waren: Trotz Bauland-Neuwidmungen im Ausmaß von jährlich 284 ha ist auch absolut gesehen ein Rückgang der Baulandreserven um mehr als 200 ha pro Jahr verzeichnet worden: Von rund 11.755 ha im Jahr 2020 auf 11.046 ha im Jahr 2022 und 10.566 ha im Jahr 2024.

28% außerhalb des gewidmeten Baulandes

Anteil der Gebäudeflächen außerhalb des gewidmeten Baulandes: 28 % der insgesamt vorhandenen Gebäudeflächen bzw. 5.000 ha insgesamt. Gebäude außerhalb des gewidmeten Baulandes, also im Grünland, sind überwiegend landwirtschaftlich genutzte Gebäude (von Bauernhöfen bis Ställe, usw.) sowie u.a. infrastrukturelle Bauwerke (wie z.B. Kläranlagen, Sendemasten, usw.) oder auch Sportanlagen (Bäder, Sporthallen, etc.).

Flächenaufteilung in OÖ

gemäß digitalem Flächenwidmungsplan 2024

Flächenaufteilung in OÖ: 39,6% Wald, 2,1% Gewässer, 50,6% Grünland, 5,2% gewidmetes Bauland, 2,4% Verkehrsfläche

Waldentwicklung in Oberösterreich

Von 1996 bis 2021 hat laut Bundesforschungszentrum für Wald die Waldfläche in Oberösterreich um rund 9.000 ha zugenommen. Das entspricht einem durchschnittlichen jährlichen Waldzuwachs von 360 ha in unserem Bundesland.

Waldentwicklung in Oberösterreich

6.984 m² Grünland pro Person

Gewidmetes Grünland für ”Land- und Forstwirtschaft, Ödland“ pro Person: 6.984 m².

1.466 m² Grünland mit besonders fruchtbaren Böden pro Person

Gewidmetes Grünland für „Land- und Forstwirtschaft, Ödland“ pro Person innerhalb der besonders fruchtbaren Böden pro Person: 1.466 m².

410 m² gewidmetes Bauland pro Person

Das gewidmete Bauland ist von Februar 2020 bis Jänner 2023 von 413 m² auf 410 m2 pro Person zurückgegangen. Dem Bevölkerungswachstum von +2,2 % ist ein Zuwachs des Baulandes um +1,3 % gegenübergestanden.

Veränderung des gewidmeten Baulandes in Oberösterreich

im Zeitraum von 04.02.2020 bis 01.01.2023: + 284 ha pro Jahr bzw. + 0,8 ha pro Tag.

Veränderung des gewidmeten Baulandes